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[ R E H A D AT
W I S S E N
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EIN INTERVIEW MIT RAUL KRAUTHAUSEN
Raul Krauthausen ist Begründer von SOZIAL-
HELDEN e.V. und vieler sozialer Projekte. Er setzt
sich für die Inklusion von Menschen mit Behin-
derungen in allen Bereichen der Gesellschaft ein.
Das Thema Barrierefreiheit liegt ihm sehr am
Herzen, sodass er eine Online-Karte (Wheelmap)
zum Suchen und Finden rollstuhlgerechter Orte
ins Leben gerufen hat. Raul Krauthausen sitzt
aufgrund seiner Glasknochen im Rollstuhl.
REHADAT:
Welche Rolle spielen oder spielten Ihre Behinderung und Ihr Rollstuhl in Bezug auf
Ihre berufliche Laufbahn?
Raul Krauthausen:
Bereits während meines Studiums habe ich häufig in Internetagenturen gearbeitet, die in Neu-
bauten saßen und damit weitestgehend rollstuhlgerecht waren. Daher gab es in meiner berufli-
chen Laufbahn wenige Vorbehalte oder Probleme. Ich weiß aber, dass ich da Glück hatte und dies
nicht die Regel ist.
REHADAT:
Wo sehen Sie die größten Barrieren bei der beruflichen Teilhabe von Menschen
mit Behinderungen?
Raul Krauthausen:
Die größte Barriere aus Sicht der Arbeitgeber ist häufig die bauliche, da für Rollstuhlfahrer vielfach
Umbauten vorgenommen werden müssen. Dies muss aber kein Hindernis sein. Wenn sich Arbeit-
geber der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen stellen, merken sie meist, dass bauli-
che Veränderungen fast immer umsetzbar sind und zudem finanziell gefördert werden. Wenn der
Wille da ist, lassen sich Probleme in Bezug auf Barrierefreiheit meiner Meinung nach fast immer
lösen. Eine andere Barriere sind die Ängste auf Arbeitgeberseite, zum Beispiel dass Mitarbeiter
mit Behinderungen häufiger krank oder nicht so leistungsfähig sind. Da dies in der Realität nicht
zutrifft, muss hier Aufklärungsarbeit geleistet werden, um Vorurteile abzubauen.
Wer will,
findet Wege




