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Berufliche Teilhabe

gestalten

A U S W I R KUN G E N A U F D A S A R B E I T S L E B E N

Barrierefreiheit

Je besser der Arbeitsplatz und das Arbeitsumfeld eines Mitarbeiters an ihn und seine Bedarfe

angepasst werden, desto geringer sind die Auswirkungen auf den Arbeitsalltag.

Mit dem Rollstuhl muss der Mitarbeiter seinen Arbeitsweg bewältigen und ungehindert in das

Gebäude und an seinen Arbeitsplatz gelangen oder diesen im Notfall verlassen können. Ohne Lö­

sungen für den Arbeitsweg und eine barrierefreie Gestaltung der Räumlichkeiten geht das nicht.

Ist der Arbeitsplatz im Büro und gibt es schon barrierefreie Zugänge, bestehen gute Vorausset­

zungen, mit wenigen Anpassungen einen rollstuhlgerechten Arbeitsplatz zu schaffen. Aber auch

in handwerklichen Betrieben oder im Fertigungsbereich eines Unternehmens können Arbeits­

plätze für Rollstuhlnutzer umgestaltet werden.

Welcher Rollstuhltyp genutzt wird, ist für die Gestaltung der Arbeit und des Arbeitsumfeldes

nicht unerheblich. Bei der Nutzung von Elektrorollstühlen wird beispielsweise mehr Platz zum

Manövrieren benötigt und es können weitere Hilfsmittel wie Rampen erforderlich sein.

Die Nutzung eines Rollstuhls beeinflusst in der Regel auch den Weg zur Arbeit. Kann der

frühere Arbeitsweg nicht mehr wie gewohnt zurückgelegt werden, so ist es notwendig,

geeignete Lösungen zu finden.

Barrieren im Kopf?

Neben der Barrierefreiheit spielen auch organisatorische Anpassungen sowie die Kooperation

von Vorgesetzten und Kollegen eine wichtige Rolle bei der beruflichen Inklusion eines Mitarbei­

ters im Rollstuhl. Wesentlich für das Gelingen einer „barrierefreien“ Zusammenarbeit sind die

Sichtweisen und die Denkhaltungen in den Teams. Hier sollten Erwartungen und Vorstellungen

aller Beteiligten erfasst und transparent gemacht werden. Nur so können gemeinsame Ziele

entwickelt und Spannungsfelder verhindert werden.