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Berufliche Teilhabe

gestalten

E R K R A N KUN G UN D B E H I N D E R UN G

Ursachen

Unterschiedliche Krankheitsbilder führen dazu, dass Menschen zeitweise oder dauerhaft

einen Rollstuhl benötigen. Meist liegt eine starke Beeinträchtigung oder der Verlust der

Gehfähigkeit vor. Die Ursachen können sowohl erworbene Schädigungen als auch ange­

borene Behinderungen sein:

• Querschnittlähmung, zum Beispiel Verletzung des Rückenmarks

durch einen Unfall oder einen Tumor

• Fortschreitende neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose

• Lähmungen infolge von Schädigungen des Gehirns durch

Schlaganfall/Hirnblutung oder Trauma

• Zerebralparese (Bewegungsstörung aufgrund einer frühkindlichen

Hirnschädigung, meist durch Sauerstoffmangel vor, während

oder nach der Geburt)

• Muskelerkrankungen mit Abnahme der Muskelmasse und

Muskelschwäche

• Rheumatische Erkrankungen

• Verlust einer oder beider unteren Extremität/en durch Verletzung

oder Amputation

• „Glasknochenkrankheit“ (Osteogenesis imperfecta)

• Gleichgewichtsprobleme oder Erkrankungen mit Beeinträchtigung

der Herz- und/oder Lungenfunktion

Häufigkeit

In Deutschland gibt es schätzungsweise 1,6 Mio. Rollstuhlnutzer.

Diese Zahl kursiert seit vielen Jahren, die Quelle ist jedoch unbe­

kannt. Aktuelle und verlässliche Erhebungen gibt es nicht, da

Angaben zur Rollstuhlnutzung nicht bundesweit erfasst werden.

Betrachtet man die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu

Erkrankungen und Behinderungen, die einen Rollstuhl erforderlich

machen können, so scheint die Anzahl von 1,6 Mio. Rollstuhl­

nutzern realistisch zu sein.