Table of Contents Table of Contents
Previous Page  11 / 44 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 11 / 44 Next Page
Page Background

11

Berufliche Teilhabe

gestalten

E R K R A N KUN G UN D B E H I N D E R UN G

Welcher Rollstuhl wofür?

Eine generelle Zuordnung von Rollstuhltypen zu bestimmten Behinderungen ist

nicht möglich, da jede Versorgung individuell ist. In Deutschland gibt es hierfür

über 500 Rollstuhlmodelle auf dem Markt. Bei der Auswahl eines geeigneten

Rollstuhls ist neben den Anforderungen des Nutzers auch der Einsatzort ein

wichtiges Kriterium. Nicht nur der Rollstuhl selbst, sondern auch das Sitzkissen

sollte optimal auf die Bedürfnisse des Nutzers abgestimmt werden. Man unter­

scheidet manuelle Rollstühle und Elektrorollstühle.

Manuelle Rollstühle

Manuelle Rollstühle werden über Greifreifen angetrieben und erfordern Muskel­

kraft des Nutzers. Somit unterstützen sie die Aktivität der Arme und des Ober­

körpers durch Bewegung, können aber zu Überlastung und Folgebeschwerden

führen. Manuelle Rollstühle haben kleinere Abmessungen, einen kleineren Wen­

dekreis und sind leichter als Elektrorollstühle.

Menschen, die permanent einen sogenannten Greifreifenrollstuhl nutzen und

sich im Alltag aktiv damit fortbewegen, wählen meistens einen Adaptivrollstuhl

(auch: Aktivrollstuhl). Dieser Rollstuhltyp lässt sich optimal an die Anforderungen

des Nutzers anpassen und ist deutlich leichter als zum Beispiel ein Standardroll­

stuhl. Adaptivrollstühle lassen sich folglich mit geringerem Kraftaufwand antreiben

sowie besser verladen und transportieren.

Es gibt starre und faltbare Adaptivrollstühle, beide haben Vor- und Nachteile und

die Entscheidung erfolgt nach individuellen Bedürfnissen und Präferenzen.

• Starrrahmenrollstühle sind stabiler und leichter,

• Faltrollstühle haben durch das Zusammenfalten ein

geringes Packmaß für den Transport.