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Berufliche Teilhabe

gestalten

E R K R A N KUN G UN D B E H I N D E R UN G

Gut versorgt

Da die Ursachen und Krankheitsausprägungen so unterschiedlich sind, ist die Versorgung

mit einem geeigneten Rollstuhl gleichermaßen wichtig wie komplex. Das Ziel der Rollstuhl­

versorgung ist immer eine bestmögliche selbstständige Fortbewegung und selbstbestimmte

Mobilität sowie ein bequemes, aktives und ermüdungsfreies Sitzen.

Je nach Grunderkrankung können zusätzlich zur Gehbehinderung weitere Einschränkungen,

beispielsweise der Arme, vorhanden sein. In einem solchen Fall ist es möglich, zusätzliche

Hilfsmittel für den persönlichen Alltag und den Beruf einzusetzen. Das können Greifhilfen,

Schreibhilfen, Kommunikationshilfen, Umsetz- und Aufrichthilfen, spezielle Sitzkissen oder

Inkontinenzhilfen sein. Die Palette an Produkten ist groß, sodass individuelle Lösungen ge­

funden werden können.

Was ist bei der Rollstuhlversorgung zu beachten?

• Individuelle Bedarfserhebung, zum Beispiel durch Therapeuten

(Berücksichtigung von Leistungsfähigkeit, Funktionseinschränkungen,

Ressourcen, Körpermaßen, persönlichen Eigenschaften, Lebensbedingungen, Woh­

numfeld und Arbeitsumfeld)

• Auswahl eines geeigneten Rollstuhlmodells durch bedarfsgerechten und neutrale

Beratung sowie die Möglichkeit, einzelne Modelle zu testen

• Ermitteln von individuellen Anforderungen und Maßen (genaues Ausmessen von

Sitzbreite, Sitztiefe, Sitzhöhe, Rückenlehnenhöhe und Unterschenkellänge)

• Bestellung des Rollstuhls mit für den Benutzer passenden Abmessungen und wich­

tigen Ausstattungsmerkmalen

• Auslieferung oder Übergabe mit individueller Einstellung der verstellbaren Kompo­

nenten Einweisung des Nutzers in den Gebrauch des Rollstuhls

• Training zur Nutzung des Rollstuhls im Alltag

• Gegebenenfalls Anpassung der Versorgung