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Berufliche Teilhabe

gestalten

LÖ S UN G E N F Ü R D E N A R B E I T S A L LTA G

In der Pause

Küche / Gemeinschaftsräume

• Bewegungsfläche: 150 cm x 150 cm

• Unterfahrbare Arbeitsflächen und Spüle

• Kühlschrankfächer im Greifbereich: zwischen 40 cm und 140 cm

über dem Fußboden

• Abstellmöglichkeiten

• Bedienelemente wie Spülarmatur, Schalter, Steckdosen, Griffe aus sitzender

Position und auch mit eingeschränkter Greiffunktion erreich- und bedienbar

Im Notfall

Evakuierung

• Separate Fluchtwege für Rollstuhlfahrer kennzeichnen

• Breite der Fluchtwege für Rollstuhlnutzer: mindestens 100 cm (ohne Begeg­

nung) oder 150 cm (bei möglicher Begegnung mit anderen Personen)

• Freie Bewegungsflächen vor Türen im Fluchtweg schaffen

• Hilfsmittel zur Evakuierung von Rollstuhlnutzern bereit stellen und schnell

zugänglich lagern (eventuell Schulung hinsichtlich der Bedienung)

• Notfallmelder für Rollstuhlnutzer sollten erreichbar und leicht bedienbar

sein, gegebenenfalls auch mit eingeschränkter Greiffunktion

• Auch in Sanitärräumen sollten Notfallmelder vorhanden sein

In einer Gefahrensituation ist die barrierefreie Umgebung möglicherweise nicht ausreichend.

Bei einem Brand beispielsweise dürfen Aufzüge nicht genutzt werden. Für diese Fälle muss

ein Rettungsplan erstellt werden, der die sichere und schnelle Evakuierung von Rollstuhlnut­

zern im Notfall gewährleistet. Organisatorische Maßnahmen wie zum Beispiel die Informa­

tion von Kollegen und Helfern oder die Benennung und Einweisung einzelner Kollegen als

Notfallhelfer (Paten) können hier hilfreich sein. Je nach Bedarf sollten spezielle Übungen

oder Schulungen für Notfallsituationen durchgeführt werden.

Die barrierefreie Gestaltung sollte sich nicht nur auf Wege, den Arbeitsplatz selbst und die

Sanitärräume beschränken. Auch gemeinschaftlich genutzte Räume sind einzubeziehen.